Am Samstagabend wurde ein Protokoll unterzeichnet, das die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den seit fast einem Jahrhundert verfeindeten Staaten vorsieht. Dies sorgt nun für Kritik in beiden Staaten.

Es war ein steiniger Weg, bis dann doch die Unterschriften unter das historische Abkommen von Zürich gesetzt wurden: Die Türkei und Armenien unterzeichneten am Samstagabend ein Protokoll, das die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den seit fast einem Jahrhundert verfeindeten Staaten vorsieht.
Zu Surp Asdvadzadzin, Maria Himmelfahrt, blüht Vak?fl? wieder auf. Hunderte Armenier aus aller Welt kommen zu diesem Anlass in das letzte armenische Dorf der Türkei und nehmen am Kirchweihfest der Gemeinde teil. Die Messe dauert mehrere Stunden – die meisten Gläubigen sind währenddessen aber auf dem Kirchplatz davor ins Gespräch mit Verwandten und Freunden vertieft.
Die Armenier reagieren eher zurückhaltend auf die von der Schweiz geförderte Annäherung zwischen der Türkei und ihrer Heimat – in der Schweiz noch zurückhaltender als in Istanbul.
Die Türkei macht für eine vollständige Normalisierung ihrer Beziehungen zu Armenien nach Medienangaben weiterhin eine Lösung des Streits um die Region Berg-Karabach zur Bedingung. Ohne einen Abzug der armenischen Truppen aus dem zu Aserbaidschan gehörenden Gebiet werde es keine Öffnung der Grenzen geben, berichteten türkische Zeitungen am Dienstag. Die lange verfeindeten Nachbarstaaten Türkei und Armenien hatten sich am Vortag unter Vermittlung der Schweiz auf Protokolle für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen und den Ausbau der Zusammenarbeit geeinigt.
Das Parlament Armeniens hat am Freitag eine Amnestie für politische Häftlinge beschlossen. Im März hatte die neue Regierung auf protestierende Anhänger der Opposition schießen lassen, mindestens acht Demonstranten starben, viele wurden verhaftet. Die jetzt beschlossene Amnestie ist aber keine Lösung, sagen Oppositionelle.
Schreckliches Unglück in Iran: Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur ist im Nordwesten des Landes ein Passagierflugzeug abgestürzt. An Bord der Maschine sollen sich 150 Menschen befunden haben.

Teheran - Im Norden des Iran ist am Mittwoch eine Passagiermaschine der Caspian Airlines mit rund 150 Menschen an Bord verunglückt. Sie war auf dem Weg von Teheran in die armenische Hauptstadt Eriwan.

Iranischen Medienberichten zufolge ereignete sich der Absturz wenige Minuten nach dem Start um 11.33 Uhr Ortszeit, 9.03 Uhr MESZ.
Infolge von Massenprotesten wegen der umstrittenen Präsidentschaftswahl im Februar wurde für 20 Tage der Ausnahmezustand verhängt, woraufhin bürgerliche sowie politische Rechte für den Rest des Jahres rigoros beschnitten blieben. Die Rechte auf Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung waren stark eingeschränkt. Anhänger der Opposition und Menschenrechtsverteidiger waren Gewalttaten durch Unbekannte ausgesetzt. Kriegsdienstverweigerer wurden nach wie vor inhaftiert.
Viel Glitzer und Spektakel – das bleibt wohl auch vom Eurovision Song Contest in diesem Jahr in Erinnerung. Dabei sorgte nicht nur der Liedbeitrag Georgiens im Vorfeld für Ärger. Auch während des Finales in Moskau kam es zu einem Skandal mit politischem Hintergrund. Er fiel jedoch kaum auf - außer in den betroffenen Ländern.
Ein Großbrand in der Kautschuk-Fabrik in der armenischen Hauptstadt Eriwan hat mehrere Todesopfer gefordert.

Der armenische Katastrophenschutz berichtete am Donnerstagabend von mindestens drei Toten und 17 Verletzten.

Am späten Nachmittag kam es zu einer heftigen Explosion in der Chloropren-Werkhalle, danach entstand ein großer Brand. Die Sicherheitskräfte umzingelten das Gelände.
Russland überweist Armenien diese Woche 500 Millionen Dollar laut einem Kreditabkommen mit einer Rückzahlungsfrist von 15 Jahren.

Das teilte Russlands Vizepremier und Finanzminister Alexej Kudrin bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew mit.

Kudrin und sein armenischer Amtskollege Tigran Dawtjan hatten am 20. Mai ein Abkommen über die Gewährung eines Kredits in Höhe von 500 Millionen Dollar geschlossen, um die Wirtschaft des kaukasischen Staats in Krisenzeiten zu stabilisieren.