Alles stimmt genau. Wenn die Aussichten in Armenien schon unter Qocharyan nicht rosig waren, die Situation unter Sargsyan kann man nichts als Regime bezeichnen. Polizeistaat
Freunde, Kollegen, Nachbaren ja sogar Verwandte werden wegen ihren politischen Ansichten gegen einander aufgebracht. Die Vorgesetzten verhören regelrecht ihre Mitarbeiter und schikanieren sie - wenn ihre "Schuld" im anders-denken bewiesen wird - vor allen Kollegen - zur Abschreckung! Menschen werden eingeschüchtert, bedroht, verlieren ihre Jobs und wandern hinter Gittern. So viele politischen Gefangene, die es heutzutage in Armenien gibt, ist eine Hochleistung von Sargsyans Regime. Na, an welche historische Zeit erinnert uns das wohl?
Und das Schlimmste daran ist, dass die eigenen Staatsbürger nicht etwa wegen des "unpatriotischen" Verhaltens verfolgt werden, weil sie für ein anderes Land abgestimmt hätten - diese ganze Eurovision Geschichte hängt mir sowieso vom Hals raus, sollte man echt abschaffen
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- sondern weil sie in ihrem eigenen Land es wagen, andere politischen Ansichten zu haben.
Es ist klar, dass die meisten Nachfolgestaaten der Sowjetunion mehr oder weniger in der politischen - wirtschaftlichen sowieso - Krise stecken, doch Armenien ist wegen der Blockade und dem Ausstieg Georgiens aus GUS noch schlimmer betroffen.
Also, bevor man sich den schmutzigen Wäschen der Nachbarn widmet, sollte man sich erst um eigene kümmern, denn die stincken bereits zum Himmel.
PS: Ist unter diesen Umständen sowieso nicht verständlich, wieso bei freedomhouse Armenien mit Georgien auf der Map of Freedom in the World immer noch als partly free bezeichnet ist. Beide gehören in diese Kategorie nicht hinein. Immerhin steht Armenien auf Map of Press Freedom unter der Kategirie not free.